
Nun ist alles grün und endlich ist es warm am Wasser.
Wir konnten die letzten Monate schon einige Fische aus kleinen Gewässern auf die Matte legen, nun waren wir auch an größeren und haben auch da "abgefasst".
Diesen Monat ist Winni einmal beim Treffen von Carp Reality und selber 5 Tage am Wasser.
Also bleibt Up to Date, maximale Erfolge am Wasser und schaut immer mal rein !

Seit geraumer Zeit juckte es mir mal wieder in den Fingern und ich verspürte den Drang nach einem Zweikampf mit einem Asiaten. Nein, Thaiboxen hatte ich dabei sicher nicht im Kopf. Dabei hätte ich bestimmt auch ordentlich alt ausgesehen. Hab zwar mittlerweile die Körpermasse einer durchschnittlichen asiatischen Familie aber klein "Charlie" hätte mich mit Sicherheit trotzdem problemlos ordentlich durch den Boxring gejagt. Da wollte ich dann doch auf nummer Sicher gehen und mich mit dem beschäftigen was ich kann. So sollten mal wieder ein paar ordentliche Graser auf der Matte landen.
Ein passendes Gewässer war schnell gefunden in dem die asiatischen Torpedos zuhause waren. Zeitnah nahm ich einige potentielle Stellen unter die Lupe und entschied mich dafür nur ein einziges Mal, aber dafür richtig, vor zu füttern. So landeten auf zwei stellen ca. 40 kg Mais und zwar in Form richtig kompakter Haufen.
In der Vergangenheit hatte ich bereits die Erfahrung gemacht, dass diese "Gelben Flecken" auf Graser eine große Anziehungskraft haben.
Zwei Tage später rückte ich dann für zwei Nächte aus um mein Glück zu versuchen.
Zu meiner Freude stellte ich bereits am Vortag fest, dass beide Plätze vollständig leer gefressen waren. Sicher waren hier neben Weißfischen und Spieglern auch Graser am Werk gewesen.
Der Tolle Nebeneffekt solcher dicht gefütterten Plätze ist (konnte ich mehrfach vom Boot beobachten), dass die Fische in so einen Wahn verfallen, dass sie den Platz und seine unmittelbare Umgebung von evtl. Kraut befreien und regelrecht säubern.
Die Ruten waren schnell abgelegt und die Plätze wieder kompakt mit ca. 5 kg Mais befüttert. Als Köder kamen jeweils ein auffälliger orangener Neon Pop up zum Einsatz.
Bereits nach einer Stunde lief die erste Rute ab und das in so einem Tempo das sie fast vom Pod flog. In letzter Sekunde konnte ich sie greifen. Jedoch hatte sich mein Gegenüber, vermutlich ein Graser, bereits den Weg in ein Hindernis gebahnt und stieg aus. Beim Graser angeln ist für einen Guten Hakenhalt ein schweres Blei, ein kurzes und steifes Vorfach und der entsprechende Anhieb unerlässlich.
Die Rute wurde schnell wieder abgelegt und das Warten ging weiter.
In den nächsten 5 Stunden hatte ich 3 weitere Bisse von Spieglern bis 18 Pfund.
Dann gegen 23 Uhr war es wieder soweit. Ein kurzes "Swinger hoch und runter spiel" lies auf eine Graser oder aber Brassen schließen.
Rute aufgenommen, Anhieb und kaum Gegenwehr. Sch… ein Brassen. Kurz vor dem Ufer dann aber leuchtet mich im Schein der Kopflampe ein hell goldener Asiate an und just in dem Moment erkannte er wie ihm geschah und verabschiedete sich. Bei seiner ersten Flucht riss er mir fast die Rute aus der Hand und dieser tanz dauerte ca. 25 Minuten. Nach dem ersten Kescher versuch schaffte er sich nochmal zu befreien und lieferten erneute 5 Minuten Gegenwehr bis er endlich in die Maschen rutschte.
Beim anheben des Netzes hatte ich die Gewissheit meinen neuen personal Best gefangen zu haben.
Die Wage blieb bei 41 Pfund stehen und das Maßband zeigte 115cm. Was für eine Rakete. Um ihn nicht noch mehr ab zu verlangen machten wir schnell einige Bilder und ließen ihn zurück ins Wasser. Nach kurzer Verschnaufpause schwamm er dann auch los und verschwand in der Dunkelheit.
Noch völlig aus dem Häuschen von dem gerade erlebten legte ich die Rute neu ab und stieß mit meinem besten Freund Danny, der im Übrigen kein Angler ist aber bei solchen Fischen noch mehr durchdreht als ich, auf die Granate an.
Die Nacht über folgten noch 4 weitere Bisse die sich aber alle samt als Spiegler zwischen 12 und 21 Pfund entpuppten.
! Ihr seid am wahrscheinlich ...
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