In der Ruhe liegt der Fisch

Auch wenn die Zeit manchmal sehr begrenzt ist und die Schnüre der Ruten so schnell wie möglich im Wasser versenkt werden sollen, darf man nicht in Hektik verfallen und alles nur im Husch-Husch-Verfahren durchziehen.
Ich bin mir sicher das oftmals "Ruhe" der Schlüssel zum Erfolg ist und damit meine ich nicht nur die akustischen Störungen durch einen zu hohen Lärmpegel, sondern die innere Unruhe in einem selbst.
Das man am Wasser, zumindestens an kleineren Seen oder wenn man nicht allzuweit weg fischt, sich leise verhalten und den Ghettoblaster mit der Böhse Onkelz Musik lieber zu Hause lassen sollte, brauch ich glaube niemandem zu erzählen.
Es geht darum, das man zB. die Spotsuche nicht schon nach fünf Minuten beenden muß, nur weil man eine 1 qm freie Stelle zwischen Kraut und Algen gefunden hat.
Auch wenn der Magen knurrt, einem die Dunkelheit im Nacken sitzt und die Liege unaufgebaut unterm Schirm liegt, kommt es nicht auf die viertel Stunde an, die man noch braucht um eventuell was besseres zu finden.
Manchmal ist der verborgene Schatz nicht weit vom eigentlichen Spot entfernt.
Das wichtigste allgemein, ist natürlich auch das wachsende Vertrauen, mit allen Sachen die wir so machen um einen schönen Fisch zu landen.
Es ist doch schlimm, wenn man im Schlafsack liegt und sich eben fragt, ob alles richtig gemacht wurde.
"Ist die Tiefe ok wo ich abgelegt habe? Verwende ich das richtige Rig, passend zur Grundbeschaffenheit? Benutze ich die richtigen Boilies?"
Oh Gott, wenn man sich die Fragen bei jeder Session stellen würde, hätte man nur noch 50 kg Körpergewicht und graue Haare...
Ich will jetzt auf keinen Fall damit sagen, das man aufhören soll sich einen Kopf zu machen. Ganz im Gegenteil, nur es reicht manchmal eine ganz einfache Vorgehensweise.
Ohne viel Hokus Pokus, dazu ein bisschen cool bleiben, Stück für Stück den besten Weg für sich finden und mit Vertrauen an die ganze Sache rangehen.
Euer Micha
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Dienstag, 06. September 2011
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